Handballkreis Krefeld-Grenzland e. V.
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Aktuelles

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10.01.2021

Corona - und was dann?

                                  eine persönliche Bemerkung von Reinhard Wille


Nein, es ist leider offensichtlich nicht die Zeit, positive Nachrichten zu vermelden. All unsere Bemühungen mit detailliert ausgearbeiteten Hygiene-Konzepten haben die Pandemie ebenso wenig eingedämmt wie die vielfachen Appelle zur Vorsicht und Rücksichtnahme.  Um es also vorab in aller Deutlichkeit zu sagen, die jetzt wieder getroffenen Schutz-Maßnahmen scheinen alternativlos zu sein und werden natürlich auch von uns Sportlern respektiert und umgesetzt. 
Was mich persönlich aber sehr befremdet, ist die Empathielosigkeit und die Selbstverständlichkeit mit der wir von unseren Kindern und Jugendlichen Solidarität einfordern. Obwohl sie von den Risiken der Pandemie nur wenig betroffen sind, es für Kinder noch nicht einmal einen Impfstoff gibt, werden ihre Bildungs-, Spiel- und Sportmöglichkeiten im Interesse der Erwachsenenwelt massiv beschränkt, als ließe sich ein Lebensalter beliebig ausdehnen. Auch wenn ich sicher bin, dass sie dies gern für uns, ihre Eltern,Großeltern, Trainer- und BetreuerInnen tun, entsteht hier m.E. eine Art von neuem Generationenvertrag. Konkret heißt das, hier entsteht auf unserer Erwachsenenseite eine Schuld, die es spätestens nach dem Ende oder der Eingrenzung der Pandemie zu begleichen gilt. Geben wir uns nie mehr zufrieden mit dem Status Quo oder dem noch Erträglichen, fordern wir in Zukunft für unserer Kinder und Jugendlichen bestmögliche Schulen, Spiel- und Sportmöglichkeiten. Lasst uns nie wieder Sonntagsreden hinnehmen oder den Verweis auf vermeintlich leere Kassen. Spätestens jetzt ist deutlich geworden, was Politik und Gesellschaft finanziell bewegen können, wenn die Notwendigkeit erkannt ist. 
Lasst uns also die gegenwärtigen Frustrations- und Ohnmachtsgefühle in die Bereitschaft umwandeln, in der Zukunft, wann immer sie auch beginnen mag, mit aller Kraft und Freude für unsere Kinder und Jugendlichen in unserem Handballsport aber auch darüber hinaus für das Bestmögliche einzutreten. Also, vielleicht doch etwas Positives! 
Auch in diesem Sinn Euch allen ein trotz allem frohes neues Jahr!!

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Besinnliche und trotz allem auch frohe Weihnachten

und einen fröhlichen und zuversichtlichen Jahresübergang

wünschen der Vorstand, die Technische Kommission und alle weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Handballkreises Krefeld-Grenzland allen Vereinen, Aktiven, Funktio-nären und Freundinnen und Freunden des Handballs. 

Wenn es in diesem besonderen Jahr auch schwerfällt, möchten wir doch optimistisch und zuversichtlich in die Zukunft schauen. Selbst wenn die laufende Spielzeit nicht regulär oder etwa gar nicht fortgeführt werden kann, sollten wir den Mut nicht verlieren.

 

In unseren Vereinen ist so viel Kompetenz, Engagement und Liebe zum Handball, dass wir die Herausforderungen meistern werden, nicht immer in gewohnten Bahnen und sicherlich auch mit schmerzhaften Verlusten, aber stets mit Fairness, Empathie und Solidarität. Die Corona-Krise macht vieles mehr als deutlich, vor allem aber, was letztendlich Bedeutung und Gewicht hat und was eher zweitrangig ist, den Blick auf das Wesentliche im Alltag aber oftmals verstellt. Wie oft überschätzen wir die Bedeutung des Sieges verglichen mit der reinen Freude am Sport, bei der Begegnung mit anderen, dem Miteinander und der Geselligkeit im Anschluss. 

In diesem Sinn nochmals alles Liebe und Gute und bleibt gesund, alle!

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